Sarah J. Maas: Heir of Fire (Throne of Glass, Buch 3)

Heir+of+FireKlappentext

Consumed by guilt and rage, Calaena can’t bring herself to spill blood for the king of Aderlan. She must fight back…

The Immortal Queen will help her destroy the king – for a price. But as Celaena battles with her darkest memories and her heart breaks for a love that could never last, can she fulfil the bargain and head the almighty court of Terrasen? And who will stand with her?

 

Inhalt

Celaena ist auf den Nachbarkontinent Wendlyn gereist, macht jedoch keine Anstalten, dem Auftrag des Königs zu gehorchen, die dortige Königsfamilie zu ermorden. Stattdessen sucht sie die Feenherrscherin Maeve auf, auf der Suche nach Informationen über die Wyrdkeys – magische Artefakte, die in den Händen des Königs eine gefährliche Waffe darstellen könnten. Doch Maeve verfolgt ihre eigenen Pläne und stellt eine Bedingung: Celaena muss lernen, ihre magischen Kräfte zu nutzen. Aber diese sind für sie untrennbar mit ihrer wahren Identität, ihrer tragischen Vergangenheit und einer Schuld und Verantwortung verbunden, der sie sich nicht stellen kann und will. So erweist sich dies als nahezu unmöglich erscheinende Aufgabe. Die Ablehnung, die der Feenprinz Rowan, der sie trainiert, ihr entgegen bringt, hilft nicht gerade. Vollkommen isoliert wird Celaena von ihren Erinnerungen überwältigt. Es ist eine der Stärken des Buches, das der schwerste Kampf, den sie in diesem Buch ausfechten muss, der mit sich selbst ist. Allerdings es kommt am Ende auch zur dramatischen Konfrontation mit einer äußeren Bedrohung: Die magischen Experimente des Königs von Aderlan waren erfolgreich und ihre Ergebnisse stellen furchteinflößende Gegner dar.

In Aderlan zurückgeblieben zögert Chaol die Rückkehr zu seiner Familie heraus. Diese zu versprechen war der Preis, um Celaena in die vermeintliche Sicherheit Wendlyns zu schicken. Er leidet unter der Entfremdung von Dorian und dem Dilemma, vor das ihn die Enthüllung Celaenas wahrer Identität stellt und navigiert zwischen den Fronten der Königstreuen und der Rebellen, ohne einen echten Plan zu haben.

Dorian wagt noch immer nicht, seinen Vater zu konfrontieren und lernt nur allmählich, mit seiner eigenen Macht umzugehen. Dabei steht ihm die scheue Heilerin Sorscha zur Seite, in die er sich verliebt.

In „Heir of Fire“ lernt man plötzlich sehr viel mehr von Erilea kennen. Ein Teil der Handlung spielt in weiterhin Rifthold, der Hauptstadt Aderlans, aber man lernt auch Wendlyn und das Feenland Doranelle kennen.

Ein weiterer Schauplatz ist auch die „Ferian Gap“, in welcher der König ein Heer von Hexen versammelt hat, die dort lernen, „Wyverns“, eine Art Drachen, zu reiten, aber auch untereinander auf brutale Weise konkurrieren. Durch die zusätzlichen Informationen über sie erwacht die Welt mehr zum Leben, die anwachsende Zahl von Akteuren und ihren Absichten tut dasselbe für das politische Geschehen.

 

Figuren

Celaena ist, wie gesagt, auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen. Hoffnungslos, ohne Freunde und voller Selbsthass fühlt sie sich unfähig, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Ihre Verzweiflung ist schonungslos und über eine lange Zeit hinweg geschildert, was es schließlich umso triumphaler macht, als sie sie überwindet.

Im dritten Band kommen sehr viel mehr neue Figuren hinzu als in den Büchern zuvor. Zum Beispiel die undurchsichtige Maeve und ihre Feenkrieger. Rowan ist leider ziemlich klischeehaft geraten: Abweisend, tödlich, von einer dunklen Vergangenheit gezeichnet und bis zur Selbstaufgabe loyal ist er eine Figur, wie man ihr – in leichten Variationen – in gefühlt jedem Romantasy-Roman begegnen könnte.

Dorian und Chaol entwickeln sich beide weiter, agieren immer unabhängiger voneinander und sind am Ende beide in einer dramatischen Szene gezwungen, eine Seite zu wählen.

Eine weitere Figur ist Aedion, ein Krieger in den Diensten des Königs, dessen wahre Gefolgschaft aber nur seiner verschollenen Königin gilt – noch so eine Gestalt, deren Treue, wenn sie einmal gewonnen ist, an Besessenheit grenzt.

Im Laufe des Buches lernen wir auch die Hexe Manon kennen und erhalten durch sie Einblick in die brutale Kultur der Hexenclans.

 

Stil

Wie die vorherigen Bücher ist „Heir of Fire“ spannende, mühelose Lektüre.

 

Fazit

„Heir of Fire“ ist das bisher komplexeste Buch der Reihe und gipfelt in drei Konfrontationen, die alles verändern. Aedion, Rowan und Sorscha  funktionieren in der Geschichte sehr gut, aber man hätte ihre Charaktere noch deutlich ausbauen und differenzierter gestalten können. Trotzdem ist es ein unterhaltsamer Roman mit einem geschickt aufgebauten Spannungsbogen, der sehr davon profitiert, dass Celaena ihre schlimmsten Feinde in ihrem eigenen Inneren findet.

Auf Deutsch als „Throne of Glass – Erbin des Feuers“ erschienen.

Bloomsbury Publishing, September 2014

Imprint: Bloomsbury Childrens

ISBN: 9781408849620

9,98 EUR bei Kobo

Rezension zu „Throne of Glass“ (Bd. 1)

Rezension zu „Crown of Midnight“  (Bd. 2)

Rezension zu „Queen of Shadows“ (Bd. 4)

Rezension zu „Empire of Storms“ (Bd. 5)

 

 

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4 Kommentare zu “Sarah J. Maas: Heir of Fire (Throne of Glass, Buch 3)”

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