Martha Wells: The Death of the Necromancer

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Nicholas Valiarde is a passionate, embittered nobleman with an enigmatic past. Consumed by thoughts of vengeance, he is consoled only by thoughts of the beautiful, dangerous Madeline. He is also the greatest thief in all of Ile-Rien. Under cover of darkness on the streets of the gaslit city, he assumes the guise of a master criminal, stealing jewels from wealthy nobles to finance his quest for vengeance: the murder of Count Montesq. Montesq orchestrated the wrongful execution of Nicholas’s beloved godfather Edouard on false charges of necromancy, the art of divination through communion with spirits of the dead, a practice long outlawed in the kingdom of Ile-Rien.

But now Nicholas’s murderous mission is being interrupted by a series of eerie, unexplainable, fatal events. Someone with tremendous magical powers is opposing him, and traces of a necromantic power that hasn’t been used for centuries appear. And when a spiritualist unwittingly leads Nicholas to a decrepit old house, the truly monstrous nature of his peril finally emerges.

 

Inhalt

Nicholas und seine Verbündeten (der ehemalige Offizier Reynard, der ebenfalls guten Grund hat, einen Groll gegen Montesq zu hegen, die Schauspielerin Madeline und einige andere) sind dabei, einen komplizierten Plan auszuführen, der Nicholas der Vollendung seiner Rache an Montesq einen Schritt näher bringen soll. Da geraten sie unversehens ins Visier eines mysteriösen Feindes. Zunächst glauben sie, es nur mit dem zwielichtigen Spritualisten Octave zu tun zu haben. Doch es stellt sich schnell heraus, dass dieser mit einem weitaus mächtigeren Magier verbündet ist, der bald eine blutige Spur durch Vienne zieht.

Nicholas, der sich im Namen seiner Rache an Montesq eine zweite Identität als das kriminelle Genie Donatien geschaffen hat, ist bald besessen davon, den Unbekannten aufzuhalten. Insbesondere, da es eine Verbindung zu den Studien seines Paten zu geben scheint.

Die ganze Geschichte spielt in der atmosphärisch geschilderten Stadt Vienne. Dort ist Magie ein anerkannter Teil des Lebens ist, auch wenn sie den meisten – einschließlich der Hauptfiguren des Buches – Rätsel aufgibt. Aber gerade dieses Geheimnisvolle passt gut zu Setting und Atmosphäre der Geschichte. Man erlebt einige spektakuläre und originelle Demonstrationen dessen, was Magie bewirken kann.

Die Geschichte wird schnell relativ komplex und führt eine Reihe von Figuren und falschen Fährten ein. Eine Weile sieht es so aus, als würde der Erzählstrang um Nicholas und Montesq entweder völlig an Bedeutung verlieren (oder aber auf sehr unglaubwürdige Weise mit der Suche nach dem unbekannten Magier verbunden werden), aber am Ende stellt sich heraus, dass er den Haupterzählstrang auf elegante Weise einrahmt und der Roman findet ein sehr befriedigendes Ende.

 

Figuren

Wells widmet dem Charakter ihrer Figuren und ihren Beziehungen zueinander viel Aufmerksamkeit und stellt mit Nicholas einen gut gewählten Charakter in den Mittelpunkt. Nicholas, der auf eine recht ungewöhnliche Vergangenheit zurückblickt, ist intelligent, mutig und selbstkritisch genug, um zu erkennen, dass ihm in seiner Besessenheit von der Rache an Montesq/ dem unbekannten Zauberer alle Mittel recht sind.

Er und Madeline sind bereits seit einer ganzen Weile ein Paar, aber die Beziehung der Beiden steht eher im Hintergrund, auch wenn die Ereignisse des Buches sie nicht unverändert lassen. Auch Madeline hat ihre ganz eigene Geschichte, eine Menge interessanter Fähigkeiten und ist nur zu bereit, die Initiative zu ergreifen, wenn es möglich werden sollte.

Der Dritte im „Kerntrio“ ist Reynard, hinter dessen leichtlebiger Fassade sich ein sehr verantwortungsvoller Mann verbirgt.

Eine weitere interessante Figur ist der Magier Arisilde, ein anderer Schüler Edouards, der jedoch völlig anders als Nicholas auf seinen Tod reagiert hat und nun die meiste Zeit über von Opium berauscht ist. In einem seiner klareren Momente enthüllt auch er seine Geschichte und Motive.

Es gibt – gerade unter Nicholas Verbündeten, vor allem denen, die im Laufe des Buches unerwartet dazu kommen – noch viele andere gut gezeichnete Figuren.

Es sind genauso viele Informationen über die Figuren eingestreut, die nichts mit der unmittelbaren Handlung zu tun haben, dass sie glaubwürdig wirken. Auch ihre Fähigkeiten sind gut ausbalanciert. Sie sind zwar alle auf ihre Art und Weise sehr fähige, gefährliche Menschen, aber trotzdem eben immer noch Menschen und daher nur zu oft auf Hilfe angewiesen.

Über Nicholas Gegner hingegen erfährt man eher wenig. So tritt zum Beispiel Montesq nur ein einziges Mal persönlich in Erscheinung und wird kaum beschrieben.

 

Stil

Die Geschichte wird im Präteritum abwechselnd aus der Sicht von Nicholas und Madeline erzählt. Vienne mit seinen Theatern und Palästen, Vororten und Armenvierteln wird sehr atmosphärisch beschrieben und die Informationen über die Welt (ich bin um ehrlich zu sein nicht sicher, ob es sich um eine Sekundärwelt oder aber unsere Welt mit einer sehr alternativen Geschichte handelt) sind geschickt eingeflochten. Es herrscht auch eine gute Balance zwischen Ermittlungen, Dialogen, Charakterentwicklung und Action.

 

Fazit

Ein sehr überzeugendes Buch. Martha Wells mischt geschickt neue Ideen und Vertrautes zu einer stimmigen Geschichte, deren Wendungen zwar zunächst überraschen, rückblickend aber passend und folgerichtig wirken, und schickt ein Team gut gezeichneter, interessanter Charaktere ins Rennen.

 

Martha Wells, Februar 2013

ISBN: 1230000106979

Sprache: Englisch

3,31 Euro bei Kobo

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